Costa Rica Tucan

Costa Rica Tucan

Samstag, 28. Februar 2015

Obst- und Gemüsemarkt & erste Catering Erfahrung

Guten Abend/Morgen ihr Lieben,
gestern (Freitag) waren wir nach der Schule auf einem riiiiiieeesigen Obst- und Gemüsemarkt. Ich habe sowas davor noch nie gesehen -  und mindestens die Hälfte der Früchte auch nicht. Die ganze Zeit wurden mir irgendwelches Obst oder Käse oder sonst was zum Probieren in die Hand gedrückt und die Leute dort waren alle nett; haben mich durchgehend angelächelt und mich manchmal gefragt woher ich komme... Ok ich bin da vielleicht ein bisschen aufgefallen mit meinen blonden Haaren und so. :) Außerdem gab es sogar live Musik: Marimba. Nachdem ich das kurz gefilmt hatte, kam einer von den Musikern zu mir und hat mit mir geredet... dann meinte er, sie spielen jetzt ein Lied extra für mich - voll süß! :)

Heute hatte meine Gastmutter Nela ein Event mit ihrem Catering Service, wobei ich ihr natürlich geholfen habe. Es war wirklich anstrengend und ich bin total fertig, aber es hat großen Spaß gemacht! ...Und ich bin ziemlich froh, dass ich letztes Jahr eine Woche Praktikum in einem Hotel gemacht habe; ich glaube das hat mir heute  ein bisschen geholfen. :)

Bis ganz bald
Alina❤





Ja richtig gelesen: Schildkröteneier

Früüüchteee 

Hier werden nur die kleinen Mangos Mango genannt, die großen heißen Manga

Mit meiner Gastmutter, -schwester und -oma... und ANANAS, die ich geschenkt bekommen habe :))
Bei der Arbeit mit meiner Gastschwester Amanda

Montag, 23. Februar 2015

Rincon de la Vieja

 Hey nochmal! ❤
Jetzt also endlich zu dem wirklich wunderschönen Wochenende im Nationalpark "Rincon de la Vieja".
Am Freitag Morgen sind wir (eine Gruppe deutscher Austauschschüler und unsere Betreuer Hanna und Isabel) von San José nach Guanacaste gefahren, in den Nationalpark "Rincon de la Vieja" (="Ecke der alten Frau"). Die Fahrt hat insgesamt eine Ewigkeit gedauert (um die sechs Stunden), aber auf dem Weg haben wir einen Zwischenstopp bei einem Wasserfall eingelegt, in dem wir baden konnten. Als wir aus dem Bus ausgestiegen sind, mussten wir erst noch ein kleines bisschen wandern, aber als wir endlich beim Wasserfall angekommen waren, dachte ich echt, ich wäre im Paradies! Es war einfach sooooo unbeschreiblich schön! Ich mein ich hab sowas schon öfter auf Bildern gesehen, oder im Fernsehen oder so, aber in Wirklichkeit ist das so atemberaubend. Natürlich sind wir auch sofort in's Wasser gesprungen (obwohl das echt kalt war) und zu den Wasserfällen hochgeklettert. Deswegen habe ich auch richtig viele blaue Flecken an den Beinen und auch an den Armen, weil ich wohl irgendwie zu blöd bin, nicht gegen Felsen zu laufen bzw. zu schwimmen.
Das sind diese Momente, wenn du dir wünscht, deine Augen könnten Fotos machen. Ich werde nie das Bild vor meinen Augen vergessen, als ich im Wasser auf dem Rücken lag und über mir die Wasserfälle und den wolkenlosen blauen Himmel erblickt habe.
Nachdem wir uns abgekühlt hatten, ging es weiter mit dem Bus, bis wir endlich am Hotel angekommen waren. Zu viert hatten wir jeweils einen Bungalow und es war echt richtig schön dort (bis auf dass es am Freitag geregnet hat und kalt war, was normalerweise untypisch ist für Guanacaste).
Nach einem leckeren Abendessen sind wir dann recht bald schlafen gegangen, denn am nächsten Morgen mussten wir früh raus. Wir hatten schließlich viel vor: Auf Pferden und mit drei Guides ging es ab durch den Nationalpark. Mein Pferd hat aus zwei Gründen super zu mir gepasst:
1. Wegen dem Namen: Es hieß "Pelo de Oro", was so viel bedeutet wie "Haar aus Gold"
2. Es war genauso faul wie ich (zumindest auf dem Rückweg)
Wer jetzt denkt "Reittour, für die man keine Vorkenntnisse braucht" bedeutet wir werden geführt oder die Pferde laufen nur im Schritttempo, hat sich getäuscht. Uns wurden in eine Hand die Zügel gedrückt und mit der anderen sollten wir uns am Sattel festhalten - fertig. Dann noch ein paar kleine Anweisungen, was das Steuern der Pferde angeht und los ging's. Erst ein bisschen Schritt, dann haben wir angefangen zu traben und am Ende ist mein Pferd sogar kurz galoppiert. Ich bin echt stolz auf mich, dass ich nicht runtergefallen bin. (Wenn wir grad bei dem Thema sind: Liebe Grüße an meinen Onkel Werner :) Ich will unbedingt mal reiten, wenn ich irgendwann wieder bei Dir bin :) ).
Es hat wirklich richtig Spaß gemacht, durch Wälder und steppenartige Landschaften mit vereinzelten Palmen zu reiten und einfach alles andere zu vergessen. Einfach zu genießen hier zu sein und die Möglichkeit haben, diese unglaublichen Eindrücke und unbeschreiblichen Bilder in sich aufzunehmen und nie wieder zu vergessen.
Nachdem wir an unserem Ziel angekommen waren, ging es noch ca. 45 Minuten zu Fuß weiter, bis wir natürliche Thermalquellen erreicht haben. Es war wie im Bilderbuch! Einzelne "Becken", die um die 35°C heiß waren. Das Wasser war hellblau gefärbt und hat nach Schwefel gerochen. Andere waren wiederum eiskalt und klar. Einer der Guides hat uns einen Schlamm angerührt, der angeblich gut für die Haut sein sollte. Ich hatte ihn zum Glück nur am Rücken, denn es hat furchtbar gebrannt.
Nach ein paar Stunden sind wir dann zurück zu unseren Pferden gelaufen und anschließen zum Hotel geritten. "Pelo de Oro" war wahrscheinlich genauso müde wie ich und hatte auf Traben nicht mehr so viel Lust (was ich ehrlich gesagt gar nicht so schlecht fand, denn mein Po hat schon vom Hinweg echt weh getan ;) ).
Am Hotel angekommen sind wir noch in den Pool gesprungen, danach gab's Abendessen und dann war auch schon wieder Schlafenszeit.
Sonntag war dann auch schon unser letzter Tag in Rincon de la Vieja. Nach dem Frühstück haben wir mit einem unserer Guides eine Wanderung zu einem kleinen Wasserfall gemacht, in dem einige gebadet haben, aber mir war es ehrlich gesagt zu kalt. Auf dem Weg dorthin mussten wir ein paar Flüsse überqueren, was nicht ganz ungefährlich war. Wir sind über Steine gesprungen und über eine Hängebrücke gelaufen, die nicht gerade vertrauenserweckend aussah (manche Hölzer waren herausgebrochen und man musste aufpassen, dass man nicht in's Leere tritt...).
Als wir auf dem Rückweg waren, durften wir sogar eine Schlange anfassen und wir haben einen Tucan gesehen. :o ❤
Nach dem Mittagessen haben wir uns dann wieder auf den Heimweg gemacht und ich war wirklich froh nach sechs oder sieben Stunden Busfahrt endlich wieder zu Hause zu sein! :)
Abschließend kann ich sagen, dass das Wochenende wirklich unvergesslich war... und ich, glaube ich, noch nie so viele Mückenstiche hatte.
Ich melde mich, sobald es wieder was Neues gibt.
Alina ❤

PS: Keine Angst, mehr Fotos werden demnächst nachgereicht. Ich muss noch warten, bis ich auch die Bilder von den anderen habe.

Wasserfall "Llanos de Cortez"

Welcome to Paradise 

Sina & ich

...und noch ein Wasserfall-Foto

Sinas Pferd

Wanderung zu den Thermalquellen

Bei den Thermalquellen angekommen (die hellblauen Becken)



Der Pool vom Hotel

...nochmal Sini ❤

Wanderung am Sonntag (Die Hängebrücke macht mir Angst - vor allem, wenn man mal als kleines Kind von einer runtergefallen ist und sich den Arm gebrochen hat.)

Bananenpalme

Wanderung durch einen trockenen Urwald

Unser Frühstück am Samstag
Regenbogen ❤

Mein erster und hoffentlich letzter Krankenhausaufenthalt in Costa Rica

Hallo meine Lieben,
ich weiß, ich hab mich schon wieder richtig lange nicht gemeldet, aber ich habe es einfach nicht eher geschafft. Von Freitag bis Sonntag war ich nämlich auf einem Ausflug mit CAS... Davon aber im nächsten Post mehr. Jetzt erzähle ich euch erstmal von meinem alptraumhaften Mittwoch (18.02.).
Eigentlich fing alles ganz normal an: Ich wurde morgens in die Schule gefahren, so wie jeden Tag. In der Schule gab es etwas später dann eine Messe (wegen Aschermittwoch) und jedes Mal als wir aufstehen mussten, habe ich gemerkt, dass mir richtig schwindelig war. Ich habe dann versucht, mehr zu essen und zu trinken, aber es wurde nicht besser; also bin ich in's Krankenzimmer gegangen, um meinen Blutdruck messen zu lassen, da ich dachte es liege am Kreislauf. Der Blutdruck war allerdings im unteren Normalbereich. Weil es mir wirklich schlecht ging (Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit) und es schon das zweite Mal in einer Woche war, haben sich meine Gasteltern und auch das CAS-Team große Sorgen gemacht und meine Gastmutter ist mit mir letztendlich in's Krankenhaus gefahren. Dort habe ich dann insgesamt vier Infusionen bekommen; außerdem wurde ein Bluttest gemacht und meine Halswirbelsäule geröntgt (wegen den andauernden Kopfschmerzen).
Im Endeffekt kam allerdings nichts dabei raus, aber wir wussten immerhin, dass es nichts schlimmes sein kann.
Mir geht es mittlerweile auch wieder besser, also einfach mal abwarten.
Gleich folgt der Post zu unserem wunderschönen Ausflug!
Alina ❤

Sonntag, 15. Februar 2015

Valentinstags-Hype und Guanacaste

Heeeey ❤,
gestern war ja - wie ihr (hoffentlich) alle wisst - Valentinstag. "Día de San Valentín" ist hier nicht nur der "Tag der Verliebten", sondern auch der "Tag der Freundschaft". Der letzte Schultag vor dem Valentinstag war Freitag, der 13.02. und an diesem Tag war wirklich die Hölle los. Überall Plakate, Musik, Deko in rot und pink, alles ist voll mit Herzen, in den Pausen kann man Cupcakes und Ähnliches kaufen, Fotos werden gemacht und Geschenke werden verteilt. Auch die Schuluniform muss an diesem Tag nicht getragen werden, sondern ein T-Shirt in rot, pink oder weiß - je nach Beziehungsstatus:
- In einer Beziehung: rot
- Wenn dir jemand gefällt: pink
- Single: weiß
Ich hab das echt noch nie erlebt, dass Valentinstag soooo groß gefeiert wird!
Gestern, am Samstag, den 14.02., waren wir in Guanacaste. Guanacaste - das bedeutet: Strand, Meer und Temperaturen über 30°C.
Der eigentliche Grund, warum wir dorthin gefahren sind, war, dass mein Gastvater ein Transportunternehmen hat und etwas an einen Kunden in Guanacaste liefern musste. Deswegen sind wir auch mit einem kleinen Truck gefahren. Auf dem Weg dorthin haben wir einen kleinen Zwischenstopp eingelegt, um Guacamayas zu sehen; das sind atemberaubende, wunderschöne, bunte, riesige Vögel.
Nachdem wir dann endlich angekommen waren und alles abgeliefert hatten, ging's endlich ab an den Strand und in's Meer! Es war das erste mal in meinem Leben, dass ich im pazifischen Ozean geschwommen bin... Die Wellen waren riesig und ich habe gefühlt einen Liter Wasser geschluckt. Ich glaube ich habe jetzt genug Salz in meinem Körper für die nächsten 10 Jahre ;).
Als wir uns auf den Heimweg machen wollten, haben wir aus einem Garten ganz komische Geräusche gehört... Ich kann immer noch nicht glauben dass das wirklich ein Affe gewesen sein soll. :o
Auf jeden Fall war der Tag wirklich richtig schön und ich hoffe, dass ich das Meer bald wieder sehe.

Ich melde mich bald bei Euch,
Alina ❤


Guacamayas...

...Guacamaya

Playa del Coco - Guanacaste

Meine Gastschwester Camila und ich
Cami & ich

Mein Gastvater Donny und meine Gastschwester Camila

...ein "Valentinstags"Foto für meinen Schatz ❤

Auf dem Rückweg

Mittwoch, 11. Februar 2015

Essen, essen, essen

Hallo Ihr Lieben,
Schule war heute soweit wieder ganz gut. :) Wir hatten unter anderem portugiesisch... Ich hätte nie gedacht, dass man in einer Sprache, die man nicht wirklich kann, eine andere lernen kann, aber es funktioniert doch einigermaßen.
Nach der Schule waren wir mit dem Opa essen. Es gab Hühnchen, Tortillas, Patacones (gebratene Banane, die nicht nach Banane schmeckt), Guacamole und vieles mehr; dazu haben wir Cas-Saft getrunken, von dem ich einfach nicht genug bekommen kann. Das Essen war wirklich richtig, richtig lecker und ich glaube ich platze jetzt gleich. Ich hab so das Gefühl, dass ich hier mit der Zeit echt zunehme... Ich glaub ich muss den Rückflug so umbuchen, dass ich zwei Plätze im Flugzeug hab... :D
Des weiteren habe ich hier von meiner Familie sehr einfallsreiche Spitznamen bekommen:
- Ojos de piscina - Schwimmbadaugen (weil sie blau sind)
- Manzanita - von "manzana" = Apfel (wegen meinen roten Bäckchen)
Gut, jedenfalls geh' ich jetzt mal schlafen, denn ich bin heute wirklich todmüde!

Bis sicherlich ganz bald,
Alina <3


Pollo (Hühnchen), Patacones y Guacamole

Dados de queso (frittierter Käse)


Aros de cebolla (Zwiebelringe) y Tortillas

Dienstag, 10. Februar 2015

Wochenende und erster Schultag

Guten Abend Costa Rica bzw. fast schon guten Morgen Deutschland,
jetzt habe ich auch schon meinen ersten Schultag an der neuen Schule hinter mir... aber dazu später mehr. Jetzt erzähle ich euch erstmal von meinem Wochenende.
Am Samstag waren wir nachmittags bei einer Tanzveranstaltung von einem Verein, in dem meine kleine Gastschwester ist. Ich liebe ja tanzen und es hat wirklich viel Spaß gemacht; vor allem, weil man in Deutschland ja meistens blöd angeschaut wird, wenn man auf Parties tanzt... Hier wird man eher blöd angeschaut, wenn man nicht tanzt. ~Welcome to Costa Rica~
Sonntags war ich erst in einem Zumba Kurs für eine Stunde, allerdings hat es mir nicht wirklich gefallen, da die Trainerin ziemlich schlecht war und die Choreos langweilig waren... Was man wahrscheinlich gar nicht denkt, weil wir hier ja in Lateinamerika sind und somit näher dran am "Ursprung" von Zumba, aber naja.
Danach waren wir bei einer Grillparty von und mit Ex-Schulfreunden von meinem Gastvater und deren Familien. Es war an sich sehr nett (und lecker), allerdings habe ich ungefähr nichts verstanden. Aber gut, ich wusste, dass die Männer von Fußball geredet haben und da hätte ich auch auf Deutsch nicht so viel verstanden, glaube ich ;)... (Ok ich weiß, was Abseits ist... wo wir grad beim Thema sind). Ungelogen jedes dritte Wort im Durchschnitt war "Mae", was hier ungefähr so viel heißt wie "Alter", aber irgendwie doch für alles verwendet wird.
Ich hoffe mal das verbessert sich bald mit dem Verstehen...
Am Montag war dann mein erster Tag in der neuen Schule und ich war echt aufgeregt. Die Leute waren bzw. sind aber sehr nett (zumindest die, mit denen ich ein bisschen geredet habe). Mal sehen, wie das noch so wird...

Ich melde mich auf jeden Fall bald, versprochen!
Alina <3



BBQ
Meine Gasteltern Marianela und Donny
Tortillas mit Hühnchenfleisch und Tomatensalat

Meine Schuluniform. Gut, über Geschmack lässt sich streiten, aber ich finde sie jetzt nicht so besonders... Kein Kommentar zu den braunen Ballerinas mit den grünen Socken (was auf dem Bild zum Glück nicht so gut rauskommt).

Freitag, 6. Februar 2015

Neue Schule. - "Neue Hoffnung" - Neues Glück?

Good morning in the morning,
also zu allererst mal: Mir geht's echt besser.
Ich war gestern - und bin auch heute - nicht in der Schule. Gestern habe ich zusammen mit meinen Gasteltern andere Schulen angeschaut, die näher am Haus von denen sind, sodass ich nicht jeden Tag zwei Stunden Bus fahren muss. Es war nämlich jetzt so: Am Anfang hieß es mein Bus kommt um 5:45 Uhr, was ja noch einigermaßen geht. Dann hieß es er kommt um 5:20 Uhr und zwei Tage später dann plötzlich 5:10 Uhr. Das heißt ich musste um 4:20 Uhr aufstehen und dann zwei Stunden Bus fahren, bis ich endlich in der Schule war. Außerdem hat es mir in dieser Schule nicht so gut gefallen, da sich niemand wirklich um mich gekümmert hat.
Die Schule, auf die ich ab Montag gehen werde, heißt "Colegio Nueva Esperanza" oder "New Hope" (deswegen auch "Neue Hoffnung" ;) ). Meine kleinere Gastschwester (Amanda) besucht die "Primaria" (Grundschule) desselben "Colegios" und ich werde in die "Secundaria" gehen. Das Gute ist, dass ich jetzt jeden Morgen mit dem Auto zusammen mit Amanda zur hingefahren werde. Ich hoffe echt dort wird dann alles besser.
Während dem Besichtigen verschiedener Schulen haben wir einen Zwischenstopp bei der Oma eingelegt, wo es viele leckere Früchte zum Essen gab. Ich liebe ja Obst allgemein, aber hier ist es einfach sooooooooo hammer lecker!! Außerdem habe ich auch schon Mango mit Zitronensaft und Salz probiert. Ich weiß, das klingt jetzt richtig ekelhaft... Und sagen wir mal so es ist schon ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber schlecht ist es nicht.
Meine Gastfamilie hat sich wirklich sehr lieb um mich gekümmert, als es mir nicht gut ging und mir echt viel geholfen. Ich denke, dass ich mich so langsam auch hier einlebe. Trotzdem klingt es immer
noch richtig unreal, wenn ich mir vorstelle, hier noch so lange zu bleiben, aber alle sagen, dass die Zeit irgendwann wie im Flug vergeht.
Gestern Abend haben wir "Chalupas" gegessen (Ich glaube, das hieß so). Eine Chalupa besteht aus einer Platte Mais-Tortilla, auf die man einige Zutaten drauf macht:  Bohnen Paste, Hackfleisch oder Hühnchen mit Gemüse, Salat, Tomaten, Käse, Sauerrahm... Ja ich glaube das war's. So und jetzt stellt euch mal vor ein deutsches, ungeübtes, extrem tollpatschiges Mädchen versucht, das zu essen. Könnt ihr euch denken, wie das endet? Richtig: In Gelächter der ganzen Familie und einer riesigen Sauerei. :D
Noch eine kleine Bemerkung am Rande für alle, die in Deutschland im Schnee feststecken: Hier ist es gerade halb neun und es hat 22 Grad.... :)

Ich melde mich sobald wie möglich,
Alina <3


Frutas

Chalupas

Dienstag, 3. Februar 2015

Erste Woche fast geschafft

Buenas tardes,
tut mir leid, dass ich mich erst jetzt wieder melde. Ich hab mir zwar vorgenommen, jeden Tag zu schreiben, aber hab's irgendwie einfach nicht geschafft.

Die letzten Tage habe ich...
- Schulsachen und Schuluniform gekauft
- ein paar Verwandte kennengelernt
- mir meine Wohngegend ein bisschen angeschaut
- Heimweh gehabt
- im Pool gebadet
- gemerkt, dass ich mit dem Autofahr-Stil der Ticos nicht zurecht komme ohne Todesängste zu haben
- meinen ersten Schultag mehr oder weniger überlebt
- Heimweh gehabt
- gemerkt, dass ich kein Spanisch kann
- mich gefragt, wieso ich das hier eigentlich mache, denn ich hab ja zu Hause eigentlich alles, was ich will und brauche
...achso hab ich schon erwähnt, dass ich Heimweh habe?

Jetzt noch ein bisschen was Genaueres zur Schule:
Die Schule ist an sich eigentlich recht schön; offen und grün. Allerdings hab ich mir das dort auch irgendwie alles einfacher vorgestellt. Zuerst einmal wussten die dort nichts - und zwar rein gar nichts - davon, dass ich komme. Als das Organisatorische dann endlich mal gemanagt war, wurde ich der Klasse vorgestellt und es haben sich auch anfangs ein paar Leute um mich gekümmert. Doch schon heute, an meinem zweiten Schultag, hat dies nachgelassen. Meine Mitschüler sagen nicht ja komm doch mit oder setz dich zu uns oder sonst was, sondern ich muss immer selbst schauen, wo ich bleibe. Außerdem verstehe ich einfach nichts. Wenn jemand langsam mit mir redet geht's ja einigermaßen, aber wenn die Ticos untereinander sprechen kann ich eigentlich gleich aufhören, mich zu bemühen etwas zu verstehen. Und je später es ist, desto weniger verstehe ich und desto weniger kann ich sagen; ich kann mich einfach irgendwann nicht mehr konzentrieren.
Ich fühl mich irgendwie total verloren und alleine und ich wäre so gerne grad wieder zu Hause, wo ich alle Leute kenne und ich weiß, dass sie mich lieb haben und wo ich die Leute verstehe, wenn sie mit mir reden.
Wieso muss man eigentlich erst 10.000 km weit weg reisen, um wirklich zu realisieren, dass es keinen besseren Platz auf dieser Welt gibt, als zu Hause?

Ich denk an Euch,
Alina <3